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Khamenei skeptisch über Atomvereinbarung

Irans Staatsoberhaupt Ayatollah Seyyed Ali Khamenei hat in seiner ersten öffentlichen Reaktion auf das Atomabkommen von Lausanne dieses als „nichts bedeutend“ bewertet. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Donnerstag. Was in Lausanne vereinbart worden sei, garantiere weder ein Abschlussabkommen noch dessen Inhalt. Deshalb bräuchte man ihm nicht dazu zu gratulieren, so der Ayatollah. Der religiöse Führer des Iran zeigte sich skeptisch, dass die Verhandlungen bis zum Ende fortgesetzt und zu einem „gewünschten Ergebnis“ führen könnten. Gleichzeitig nannte Khamenei die Bedingungen für seine Zustimmung zu einem Abkommen: Die internationalen Sanktionen müssten am Tag der Unterzeichnung des Abkommens beendet werden, zudem müssten die Errungenschaften des Iran in der Atomtechnik bestehen bleiben, so der Ayatollah.

Der Iran und die Gruppe 5+1 aus den UN-Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland hatten sich in der vergangenen Woche im schweizerischen Lausanne auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Demnach verpflichtet sich der Iran, seinen Bestand an Zentrifugen um zwei Drittel zurückzufahren und sein nukleares Anreicherungsprogramm bis zu 25 Jahre lang einem mehrstufigen System von Einschränkungen und Kontrollen zu unterwerfen. Im Gegenzug soll der Westen seine Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen Teheran aufheben.

(fh)