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Kein Visum für Irans UN-Botschafter

Die USA werden dem vom Iran als Botschafter bei den Vereinten Nationen nominierten Hamid Aboutalebi kein Einreisevisum ausstellen. Das teilte ein Sprecher des Weißen Hauses am Freitag mit. Die USA werfen Aboutalebi vor, der Studentengruppe „Muslim Student Followers of the Imam’s Line“ angehört zu haben. Die Gruppe hatte 1979 kurz nach der islamischen Revolution im Iran die US-Botschaft in Teheran besetzt und dort 52 AmerikanerInnen 444 Tage lang als Geiseln festgehalten. Aboutalebi bestreitet eine aktive und organisatorische Mitwirkung bei der Geiselnahme. Er sei für die Gruppe lediglich als Übersetzer bei Verhandlungen mit den Amerikanern tätig gewesen. Am Donnerstag verabschiedete der US-Kongress ein Gesetz, das Personen die Einreise in die USA verwehrt, die der Spionage oder des Terrorismus verdächtigt werden oder als Gefährdung der nationalen Sicherheit gelten. Dies würde auch Aboutalebi betreffen. Der 56-Jährige Soziologe war zuletzt im Präsidialamt Rouhanis Berater in Politikangelegenheiten. Am 30. März wurde er vom Regierungschef zum neuen ständigen Vertreter des Irans bei den Vereinten Nationen ernannt. 

fh