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Justiz warnt Schriftstellerverband

Sollte der Verband der iranischen Schriftsteller seine Aktivitäten wieder aufnehmen, werde die Staatsanwaltschaft die dagegen notwendigen Schritte einleiten. Das sagte der Sprecher der iranischen Justiz, Gholamhossein Moheseni Ejeie, wie iranische Nachrichtenagenturen am Montag berichteten. Es müsse zunächst geprüft werden, ob eine Verordnung zur Auflösung des Berufsverbands vorliege, so Ejeie. Sei das der Fall, dürfe der Verband nicht wieder unter dem bisherigen Namen „Verein der iranischen Schriftsteller“ aktiv werden.

Ende August hatten sich ehemalige Mitglieder des Vereins erstmalig seit zwölf Jahren in einem Privathaus in Teheran versammelt. Bei dem Treffen wurden auch Vorstandsmitglieder des Vereins neu gewählt. Vereinsmitglied Fariborz Raies-Dana sagte gegenüber BBC-Persian, in den vergangenen Jahren seien solche Versammlungen von Sicherheitskräften verhindert worden. Raies-Dana betonte, der Verband sei unpolitisch und vertrete allein die Rechte und Interessen der Schriftsteller.

Der Verein iranischer Schriftsteller wurde im Jahre 1968, lange vor der islamischen Revolution 1979, in Teheran gegründet. Er zählt zu den wichtigsten nichtstaatlichen Künstlerverbänden des Iran. Die Mitglieder setzen sich gegen die staatliche Zensur und die politische Verfolgung von Schriftstellern ein.

(fh)