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Israel kritisiert geplanten Barenboim-Auftritt im Iran

Die israelische Kulturministerin Miri Regev will bei der deutschen Regierung Protest gegen den geplanten Auftritt des Dirigenten Daniel Barenboim in Teheran einlegen. Auf ihrer Facebook-Seite schreibt Regev, Barenboim verfolge eine anti-israelische Linie und schwärze Israel bei jeder Gelegenheit an. Er missbrauche Kultur zur Durchsetzung seiner politischen Ansichten. Nach der Kritik von seitens israelischer Regierung hat auch das iranische Kulturministerium mitgeteilt, Baenboims Konzert in Teheran werde nicht stattfinden. Der Grund sei seine israelische Staatsbürgerschaft. Barenboim besitzt neben der israelischen auch die spanische und palästinensische Staatsbürgerschaft.

Am Donnerstag hatte die Berliner Staatsoper mitgeteilt, dass der israelisch-argentinische Dirigent und Pianist Daniel Barenboim mit der Berliner Staatskapelle ein Konzert in Teheran plane. Das Orchester spreche derzeit mit dem Iran über einen möglichen Auftritt. Das Konzert soll möglicherweise während der Iran-Reise des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier (SPD) im Oktober stattfinden. Der Dirigent des Teheraner Symphonieorchesters, Ali Rahbari, hatte am 17. Juli davon gesprochen, dass geplant sei, im Anschluss an einen gemeinsamen Auftritt mit dem chinesischen Staatsorchester am 8. September ein Konzert mit Barenboim durchzuführen. Das deutsche Außenministerium hat sich zu dem geplanten Konzert bislang nicht geäußert.

(fh)