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Irans Ölminister beklagt veraltete Ölanlagen

Irans Ölminister Bijan Namdar Zanganeh beklagt den desolaten Zustand der iranischen Ölindustrie. Manche Anlagen seien bereits seit 90 Jahren in Betrieb. Diese hätten nach 30 Jahren ersetzt werden müssen, so der Minister.

Viele Anlagen seien über 55 Jahre alt, erklärte Zanganeh am Montag vor dem iranischen Parlament: „In den Anlagen im Süden des Landes sind die Rohre so abgenutzt, dass sie immer wieder lecken. Und wir können sie nicht reparieren.“

Die Ölindustrie der Islamischen Republik ist infolge der internationalen Sanktionen gegen den Iran veraltet. Um sie zu erneuern, ist Teheran auf das Know-How der großen internationalen Ölkonzerne angewiesen. Doch seit dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen im Mai ziehen sich diese aus den Geschäften mit dem Iran zurück.

Zanganeh hat am Montag offiziell bekannt gegeben, dass nach dem Abzug des französischen Konzerns Total aus einem Mammutprojekt  nun die Chinesen dort das Ruder in die Hand nähmen. An dem Gasförderprojekt im Süden des Iran war Total mit 51 Prozent, der staatliche Ölkonzern Chinas mit 30 Prozent und die iranische Petropars mit 19,9 Prozent beteiligt. Nun fallen die französischen Anteile den Chinesen zu. (fp)

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