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Irans Außenhandel geht zurück

Laut dem iranischen Zollamt hat der Iran von April 2015 bis März 2016 Waren im Wert von rund 42,4 Milliarden US-Dollar aus- und für 41,5 Milliarden US-Dollar eingeführt. Das meldeten Nachrichtenagenturen am Montag. Damit verzeichnet das Exportgeschäft des Iran einen Verlust von 16 Prozent, der Importhandel von 22,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den Exportangaben sind die Einnahmen aus Erdölverkäufen allerdings nicht eingeschlossen.

Vor allem nach China, in den Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate, Afghanistan und Indien exportiert der Iran. Bei den Importen führen China, die Arabischen Emirate, Südkorea, die Türkei und die Schweiz die Rangliste. In diesen Ländern kaufte der Iran vor allem Agrarprodukte, etwa Weizen im Wert von 867 Millionen Dollar. Zurückgegangen sind auch die Autoimporte. Im oben genannten Zeitraum wurden nur 51.522 Fahrzeuge im Wert von 230 Millionen Dollar eingeführt, das sind 43 Prozent weniger als 2014.

Die jahrelangen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran haben dessen Außenhandel erschwert. Mit der aus dem Atomabkommen folgenden Aufhebung der Sanktionen im Januar 2016 erhofft sich das Land nun bessere Geschäfte mit dem Ausland. Allein Deutschland, wichtiger Handelspartner des Iran, will innerhalb der kommenden vier Jahre seine Geschäfte mit dem Land von 2,4 Milliarden Euro 2014 auf zehn Milliarden Euro aufstocken.

(fh)