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Iranische Wälder schrumpfen drastisch

In den vergangenen zehn Jahren verschwanden rund 14.000 Hektar Waldflächen im Iran. Das teilte der Leiter der iranischen Wälder-Organisation Khoda Karam Jalali laut der Nachrichtenagentur ISNA am Sonntag mit. Zudem wurden sieben Millionen Hektar Waldlandschaft im Iran als Krisengebiete gekennzeichnet, so Jalali. Nun plant die iranische Wälder-Organisation, in den kommenden zehn Jahren rund fünf Millionen Hektar Waldgebiete aufzubauen.

18 Millionen der insgesamt 165 Millionen Hektar Gesamtfläche des Irans waren bis in die achtziger Jahre hinein bewaldet. Das ist fast doppelt so viel wie die deutsche Waldfläche von 10 Millionen Hektar. Abholzung, Waldbrände, Straßen- und Industrieausbau sowie fehlende Niederschläge sind die Hauptgründe für die zunehmende Zerstörung der Wälder. Außerdem ist in Waldschutzgebieten pro 65.000 Hektar lediglich ein Wachmann zugeteilt. Nach internationalen Vorschriften sollte es pro 10.000 Hektar einen Waldwächter geben.

Am Sonntag kritisierte auch Irans Staatsoberhaupt Ayatollah Seyyed Ali Khamenei die dramatische Situation der iranischen Wälder. Selbst für den Bau neuer Theologieschulen dürften keine Wälder abgeholzt werden, warnte der religiöse Führer bei einem Treffen mit Verantwortlichen aus dem Umweltschutzbereich.

(fh)