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IranerInnen trauern um eine kämpferische Poetin

Simin Behbahani, eine der bekanntesten zeitgenössischen Dichterinnen des Iran, ist am Dienstag im Alter von 87 Jahren gestorben.

Die Poetin stammte aus einer gebildeten Familie und kam sehr früh mit der Literatur in Verbindung. Ihr Vater Abbas Khalili war Dichter und Schriftsteller, ihre Mutter Fakhri Arghun war Französischlehrerin.

Behbahani war nicht nur Künstlerin, sondern auch eine hartnäckige Kämpferin für die Menschenrechte und die Rechte der Frauen. In ihren Gedichten geißelte die meist stark geschminkte und bunt gekleidete Lyrikerin die Verhältnisse in der Islamischen Republik, was Schikanen und ein zehnjähriges Publikationsverbot seitens des Regimes nach sich zog. Von GegnerInnen und KritikerInnen des Regimes wurde sie hoch verehrt.

Auch international fand Behbahani große Beachtung. Sie war zwei Mal für den Literaturnobelpreis nominiert und erhielt mehrere international renommierten Preise, unter anderem den Simone-de-Beauvoir-Preis. Simin Behbahani veröffentlichte 19 Gedichtbände und einige Kurzgeschichten. Bis zu ihrem Tod war sie Vorsitzende des verbotenen iranischen Schriftstellerverbands. (fp)