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Zarif bleibt im Amt

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif hat am Mittwoch seine Rücktrittsankündigung zurück und sein Amt wieder aufgenommen. Präsident Hassan Rouhani hatte den Antrag mit der Begründung abgelehnt, Zarifs Rücktritt sei „nicht im Interesse des Landes“. Zudem erklärte Rouhani, die Würde und Stellung des Außenministeriums und seiner Leitung seien unbestreitbar. Auch Irans geistliches Oberhaupt Ali Khamenei habe Zarif als  „vertrauenswürdige, mutige und religiöse Person“ bezeichnet, so der Staatschef.

Auslöser des Rücktritts war nach offiziellen Angaben, dass Zarif nicht zu dem Treffen von Rouhani und Syriens Präsidenten Bashar Al Assad am Montag in Teheran eingeladen war. Darüber sei Zarif so verärgert gewesen, dass er kurz vor Mitternacht des gleichen Tages per Instagram seinen Rücktritt erklärt hatte.

Qasem Soleimani, der Kommandeur der Quds-Brigaden, die für Auslandseinsätze der Revolutionsgarde zuständig ist, erklärte, Zarif habe wegen eines Fehlers der Verwaltung nicht an dem Treffen Rouhanis mit Assad teilgenommen. Soleimani selbst war sowohl bei Assads Treffen mit Rouhani als auch bei dem mit Revolutionsführer Ali Khamenei dabei.

Die Reaktionen auf Zarifs Rückkehr waren unterschiedlich. Während seine AnhängerInnen ihm gratulierten, bezeichneten seine Gegner ihn als „kindisch“.

(fh)