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Wohnraum im Iran: schlecht und teuer

19 Millionen der 59 Millionen IranerInnen, die in Städten leben, leiden unter schlechten Wohnbedingungen. Das gab das iranische Ministerium für Infrastruktur und Städtebau am Dienstag bekannt. Demnach leben etwa 10 Millionen Menschen in nicht standardgemäß erbauten Wohnhäusern in den städtischen Randbezirken und neun Millionen in Altbauten, die dringend Sanierungen benötigen. Das sind 35 Prozent der iranischen Stadtbevölkerung.

Zudem klagte das Ministerium gestern über ein „chaotisches und willkürliches Baumanagement“ im gesamten Iran sowie steigende Mieten. Offiziellen Angaben zufolge muss eine mehrköpfige Familie ein Drittel ihres Haushaltseinkommens für die Miete ausgegeben. 1,5 Millionen Familien wohnten deshalb in nur einem Zimmer, so das Ministerum.

Im April 2014 hatten Untersuchungen der internationalen Rückversicherung Swiss Re ergeben, dass Teheran mit 14 Millionen EinwohnerInnen auf der Liste der High-Risk-Städte unter 616 Metropolen weltweit auf Platz 10 steht. Teheran verfüge über kein modernes Erdbeben-Warnsystem, außerdem seien dort die wenigsten Gebäude erdbebensicher gebaut, heißt es in dem Bericht zur Liste. Fast der gesamte Iran ist potenzielles Erdbebengebiet. Teheran befindet sich über vier großen tektonischen Verwerfungen.

(fh)