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Waldbrände im Iran

In den vergangenen zwei Monaten brannten in der Provinz Teheran 70 Hektar Waldfläche in 15 Bränden. In 12 weiteren Provinzen gab es im gleichen Zeitraum insgesamt 56 Brände auf 281 Hektar Fläche. Laut offiziellen Angaben waren Blitzeinschläge und menschliches Fehlverhalten die Hauptursachen für die Brände. Die Verantwortlichen warnen daher vor Unachtsamkeit und offenem Feuer in Wald- und Naturschutzgebieten.

Die staatliche Umweltschutzorganisation des Iran fordert ein gesetzliches Verbot von Feuern während der Sommerzeit. Umweltschützer*innen sehen ein Problem in der Überwachung solcher Verbote. In den Waldschutzgebieten des Iran ist ein Wachposten für je 17.000 Hektar Fläche zuständig. Internationalen Vorschriften zufolge müsste ein Wächter pro 100 Hektar eingesetzt werden.

Bis in die Achtziger Jahre waren 18 Millionen der insgesamt 165 Millionen Hektar Gesamtfläche des Iran bewaldet. Heute sind es nur noch etwa 12 Millionen Hektar. Nun warnen Umweltschützer*innen, dass weitere rund 100.000 Hektar der bewaldeten Flächen des Iran vor der Gefahr stehen, vernichtet zu werden. Abholzung, Waldbrände, Straßen- und Industrieausbau sowie fehlende Niederschläge sind Hauptgründe für die Zerstörung der Wälder. Aber auch Missmanagement sei mitschuldig an der Krise des iranischen Waldes, kritisieren Experten.

(fh)