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Iran verurteilt neue Mohammed-Karikatur

Der Iran verurteile die neue Mohammed-Karikatur, die auf der Titelseite der französischen Satirezeitung „Charlie Hebdo“ veröffentlicht wurde. Das sagte die Sprecherin des iranischen Außenministeriums Marziyeh Afkham, berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Mittwoch. Afkham bezeichnete die Abbildung als „provokativ“ und „absolut beleidigend“. Im Islam ist die Abbildung des Propheten Mohammed verboten.

Am Mittwoch veröffentlichte „Charlie Hebdo“ als Titelbild der ersten Ausgabe nach dem Terroranschlag auf die Redaktion des Satiremagazins in Paris eine Zeichnung, die den Propheten Mohammed weinend zeigt. Er hält ein Schild mit der Aufschrift „Je suis Charlie“, wie es nach dem Attentat zum Symbol der Solidarität mit den Anschlagsopfern geworden ist.

Die iranische Zeitung der „Ansare Hizbullah“, auf Deutsch „Helfer der Gottespartei“, hatte auf ihrer Titelseite vom Mittwoch die Attentäter vom 7. Januar bejubelt. Die Anhänger von „Ansare Hizbullah“ gehören zum ultra-konservativen Lager im Iran. Außerdem gilt die Organisation als größte ideologische und finanzielle Unterstützerin der libanesischen Hisbollah im Iran.

Der Angriff auf „Charlie Hebdo“ löste sowohl bei der iranischen Bevölkerung wie auch bei den Regierungsverantwortlichen eine Welle der Empörung aus. Der iranische Schriftstellerverband schrieb in einem offenen Brief an die Franzosen, der einzige Weg, extremistisches Gedankengut zu besiegen, sei, die Flagge der absoluten Meinungsfreiheit weltweit hoch zuhalten.

(fh)