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Wut über Verletzung des Atomabkommens

Die Mitteilung der Internationalen Atomenergiebehörde, dass der Iran die Obergrenze seiner zulässigen Uranvorräte von 300 Kilogramm überschritten habe, sorgt in den sozialen Netzwerken für Debatten. Ein User schrieb: „Damit hat nach den USA nun auch der Iran das Atomabkommen verlassen.“ Ein anderer: “Wie kann man über 80 Millionen Einwohner*innen für 300 Kilogramm Uran opfern?“

Es gab aber auch Stimmen, die diesen Schritt verteidigten. Internationaler Druck auf den Iran erzeuge Gegendruck, so der Tenor. Eine Userin schrieb: „Gut so! Die anderen, allen voran die USA, haben sich auch nicht an das Abkommen gehalten.“

Das Wiener Atomabkommen von 2015 sollte dazu dienen, den Iran am Bau einer Atombombe zu hindern. Es legt eine Obergrenze iranischer Uranvorräte von 300 Kilogramm fest. Am Montag hatte die internationale Atomenergiebehörde bestätigt, dass der Iran dieses Limit überschritten habe. Eine zweite Auflage besagt, dass der Iran sein Uran nicht um mehr als 3,67 Prozent anreichern darf, um keine Brennstäbe für Atomkraftwerke herstellen zu können.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hatte bereits Anfang Mai ein Ultimatum gestellt und mit der Verletzung der zweiten Auflage gedroht. Darin hieß es, falls innerhalb von 60 Tagen keine neuen Bedingungen für das Atomabkommen vereinbart würden, werde Teheran ab dem 7. Juli wieder eine höhere Uran-Anreicherung aufnehmen. Rouhani forderte damals, dass die fünf Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China sich gegen die gegen den Iran verhängten US-Sanktionen stellen sollte.

(fh)