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Verhaftungen am Zuckerfest

13 Personen sind am Sonntag, dem ersten Tag des Zuckerfestes am Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan, in der südiranischen Stadt Ahwaz festgenommen worden. Im Stadtviertel Malyesheh hatten sich zu dem Feiertag wie bereits seit zehn Jahren junge Menschen vor den Häusern von Angehörigen politischer Gefangener und zum Tode verurteilter Inhaftierter versammelt und traditionelle Lieder gesungen. Den Festgenommenen wird „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ vorgeworfen.

In der Region leben viele Sunniten sowie die größte Gruppe der „iranischen Araber“. Insgesamt gehören etwa zehn Millionen IranerInnen der sunnitischen Glaubensrichtung des Islam an. Im vergangenen Jahr war nach Angaben der Nachrichtenagentur Mohabatnews Sunniten in mehreren iranischen Moscheen ihre Gebetszeremonie zum „Eid Fitr“, dem Ramadanfest, verboten worden. Das Ramadan-Ende ist der wichtigste islamische Feiertag neben dem Opferfest und wird von allen Muslimen gefeiert.

Der Iran ist ein Vielvölkerstaat, in dem Angehörige aller Religionen und ethnischen Minderheiten friedlich zusammenleben. (fh)

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