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Empörung über Trump-Äußerungen

Niemand könne sich auf ein Abkommen mit den USA noch längerfristig verlassen. Das sagte der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif am Sonntag. Internationale Abmachungen seien nur während einer bestimmten Regierung in den USA wirksam und verlören nach einem Wechsel ihre Geltung, so der iranische Chefdiplomat.

Am Freitagabend hatte US-Präsident Donald Trump den Atomdeal zwischen dem Iran und dem Westen als „einen der schlechtesten und einseitigsten Deals, den die USA je eingegangen sind“, bezeichnet und mit einer Kündigung des Abkommens gedroht. Er warf dem Iran vor, sich nicht an das Atomabkommen zu halten. Nun muss der US-Kongress innerhalb von 60 Tagen entscheiden, ob ausgesetzte Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt werden sollen.

Am gleichen Abend meldete das US-Finanzministerium, dass die USA Sanktionen gegen die iranische Revolutionsgarde verhängt hätten. Diese stehen nun auf einer Liste von Organisationen, die den Terrorismus unterstützen sollen.

Trump erntete auch von europäischer Seite Kritik. EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte, der Atomdeal sei kein bilaterales Abkommen. Es stehe also keinem einzelnen Land zu, das Abkommen zu beenden.

Der Iran hofft im Atomstreit mit US-Präsident Trump auf Hilfe aus Europa. Wichtig sei, dass die Europäer sich auch im Ernstfall gegen die USA und auf die Seite des Irans stellten, sagte der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde Ali Akbar Salehi.

(fh)