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Sperren für 30 Fußball-Schiedsrichterinnen

Der iranische Fußballverband hat 30 Schiedsrichterinnen von den Frauenfußballspielen der iranischen National-Liga ausgeschlossen, da sie in den Medien über ausgebliebene Löhne geklagt hatten.

Die Schiedsrichterin Sarvar Saedi hatte am 22. Oktober in einem Interview mit der persischsprachigen Nachrichtenagentur IRNA gesagt, dass Löhne für 22 Wochen Arbeit anlässlich der Liga-Spiele nach Monaten noch nicht ausgezahlt worden seien. Sechs Schiedsrichterinnen hätten sich deshalb geweigert, bei den laufenden Liga-Spielen weiter zu pfeifen. Saedi sagte auch, der Verband behaupte, für die verzögerte Auszahlung sei die iranische Liga verantwortlich.

Nach Saedis Interview zahlte der Fußballverband zwar die ausstehenden Gehälter aus. Gleichzeitig entzog er aber dreißig renommierten Schiedsrichterinnen die Lizenz und schloss sie von den laufenden Spielen der Frauen-Fußballliga aus. Zudem drohte er, sich bei der FIFA über die Schiedsrichterinnen zu beschweren und sie von internationalen Spielen im Jahr 2020 auszuschließen.

Trainerinnen vieler iranischer Frauenmannschaft kritisierten in den vergangenen Tagen das „Chaos“ und bezeichneten die Entscheidung des Verbands als „unprofessionell“. Die Ersatz-Schiedsrichterinnen seien zudem zu unerfahren.

(fh)