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Shajarian mit Aga-Khan-Preis geehrt

Die Aga Khan International Foundation hat den renommierten iranischen Sänger Mohammad-Reza Shajarian mit dem Ehrenpreis für Musik ausgezeichnet. Shajarian werde für seinen langjährigen Beitrag zum musikalischen Erbe der Menschheit, sein unvergleichbares musikalisches Können und seinen anhaltenden sozialen Einflusses als Performer und Lehrer sowohl innerhalb als auch außerhalb des Iran mit dem „Patron’s Award“ geehrt, heißt es in der offiziellen Erklärung. Mozhgan Shajarian, die Tochter des Sängers, nahm den Preis am Sonntag in Lissabon entgegen. An der Preisverleihung nahmen auch der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa und die Kulturministerin Portugals Graca Fonseca teil.

Shajarian wurde 1940 in der iranischen Stadt Mashhad geboren und begann im Alter von fünf Jahren unter der Aufsicht seines Vaters zu singen. Bereits mit zwölf Jahren begann er das klassische iranische Liederrepertoire Radif zu studieren. Seine Gesangskarriere startete er 1959 bei Radio Khorasan und es gelang ihm in kurzer Zeit, durch seinen ausgeprägten Gesangsstil bekannt zu werden. Heute wird Shajarian als „Ostad“, Meister des traditionellen persischen Gesangs, geschätzt, aber nicht nur für seine Stimme und Musik. Als die iranische Regierung 2009 gegen Tausende Menschen vorging, die gegen die umstrittenen Präsidentschaftswahlen demonstrierten, positionierte sich Shajarian erstmals auch politisch und sang ein Lied für die Demonstrant*innen. Er sei kein politischer Aktivist, sondern tue nur seine Pflicht als Künstler, sagte er später. Die Regierung Ahmadinedschad verhängte deshalb ein Auftrittsverbot gegen Shajarian.

Der 79-Jährige hat bereits zahlreiche internationale Preise erhalten, unter anderem die Mozart-Medaille der Unesco im Jahr 2006.