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Rekordzahl weiblicher Stadträte

Laut den Ergebnissen der 5. Stadträtewahlen am Freitag, den 19. Mai, im Iran gehen 415 Sitze in den Stadträten der südostiranischen Provinz Sistan und Belutschistan an Frauen. Das sind mehr als doppelt so viele wie bei der letzten Wahl. Allein in der Kleinstadt Khaash mit 170.000 EinwohnerInnen errangen 131 Frauen Plätze im Stadtrat, berichtete die Nachrichtenagentur IRNA. Bislang gibt es jedoch keine genaue Zahlen darüber, wie viele Stadtrat-Sitze landesweit an Frauen gehen werden.

Sistan und Belutschistan liegt mit etwa 2,5 Millionen EinwohnerInnen im Südosten des Landes und grenzt an Pakistan und Afghanistan. Die meisten der etwa 2,5 Millionen EinwohnerInnen gehören der ethnischen Minderheit der Belutschen und der sunnitischen Glaubensrichtung des Islam an. Erst im Dezember 2013 wurde dort Samiyeh Balouch Zahi als erste Frau Bürgermeisterin der Stadt Sarbaz. Im Februar 2014 gelang es Masoumeh Parandvar, als erste Frau zur Gouverneurin in der Kleinstadt Hamun ernannt zu werden. Die Beraterin des iranischen Innenministers in Frauenangelegenheiten, Fahimeh Farahmandpour, sagte am Montag, nur drei von 430 Gouverneursposten landesweit seien von Frauen besetzt.

Anfang Mai hatten 180 FrauenrechtlerInnen in einem offenen Brief mehr Beteiligung von Frauen in der Politik und die Vergabe von mindestens 30 Prozent der Leitungspositionen im Kabinett und in den Stadträten an Frauen gefordert.

(fh)