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Jubel und Zorn: Reaktionen auf neue Sanktionen

Kurz nachdem US-Präsident Donald Trump weitere harte Finanz-Sanktionen gegen Irans religiösen Führer Ayatollah Seyyed Ali Khamenei angekündigt hat, wird in iranischen sozialen Netzwerken kontrovers diskutiert.

Viele iranische Oppositionelle, die sich gegen einen militärischen Angriff positionieren, befürworten, dass mit den neuen Sanktionen dem obersten Führer der Islamischen Republik sowie seinem Büro und seinem Umfeld der Zugang zu finanziellen Ressourcen erschwert wird. Solche Maßnahmen direkt gegen den mächtigsten Mann im Land treffe genau die richtigen, so der Tenor bei vielen Iraner*innen. Manche schlagen sogar vor, auch das iranische Staatsfernsehen, der Wächterrat und der Expertenrat sollten auf Trumps Sanktionsliste stehen. Doch es gibt auch viele User*innen, die sich über die neuen Sanktionen ärgern.

Diese seien „leere Drohungen“ und „primitiver Wahlkampf“ für die nächsten Präsidentenwahlen 2020“. Es werde wieder das Volk leiden müssen, fürchten die Sanktionsgegner*innen.

Am Montag hat Trump wegen des „aggressiven Verhaltens“ des Irans wie den Angriffen auf Öltanker im Golf von Oman und dem Abschuss einer US-Drohne am 20. Juni neue Finanzsanktionen gegen das Land verhängt. Damit will der US-Präsident den Druck auf den politisch mächtigsten Mann des Landes erhöhen. Noch in dieser Woche will das Weiße Haus weitere Strafmaßnahmen gegen Irans Außenminister Mohammad Javad Zarif verhängen.

(fh)