transparent
Iran Journal Logo
Ein Projekt von Transparency for Iran Logo

Pensionierte Lehrerin finanziert Bibliotheken mit Altpapier

Die pensionierte Lehrerin Safoura Ghaleh-Zari hat in den vergangenen eineinhalb Jahren durch den Verkauf von Altpapier sieben kleine Bibliotheken in ihrer Stadt Bandar-e Anzali eingerichtet. Die Angebote sind etwa in Krankenhäusern, Sportvereinen, im Gefängnis und in einem Gehörlosen-Verein aufgestellt worden. Mit den öffentlich zugänglichen Büchern wolle sie die Lesekultur unter der Bevölkerung stärken, so Ghaleh-Zari.

Auf die Idee war die Pädagogin gekommen, als ihr auffiel, dass in der nordiranischen Stadt Altpapier nicht von anderem Müll getrennt wurde. Ghaleh-Zari begann, Altpapier aus mehreren Schulen zu sammeln. Eine private Schule stellte ihr einen Raum als Lager zur Verfügung. Unterstützt wurde sie auch von dem Verein Tarafdaran Toseeh Bandar-e Anzali, der sich für den Umweltschutz in der Stadt einsetzt. Gemeinsam konnten sie im vergangenen Jahr auch den Rat der Stadt davon überzeugen, sein Altpapier zur Verfügung zu stellen.

Ihr Ziel sei, mithilfe des Vereins und durch den Verkauf von Altpapier eine moderne große Bibliothek für die Stadt zu bauen, so Ghaleh-Zari.

Im Iran gibt es nach offiziellen Angaben 3.400 Bibliotheken – in Deutschland 9.600. (fh)

Verwandte Themen: 

„Lesen ist leben“ lockt IranerInnen in Buchläden

Leseunlust im Iran