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Zarif bittet Pakistan um Befreiung von Grenzsoldaten

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif hat Pakistan gebeten, sich für die Befreiung entführter iranischer Grenzschützer einzusetzen. Zarif war am Mittwoch extra zur Aufklärung der Geiselnahme mit einer politisch-militärischen Delegation in die pakistanische Hauptstadt Islamabad gereist.

Am 16. Oktober sind 14 iranische Grenzwächter in Mirjaveh, einem Grenzpunkt in der Provinz Sistan-Belutschestan, von einer bewaffneten Gruppe entführt worden. Die sunnitische Extremistengruppe Jeish El-Adl hat in einer offiziellen Erklärung die Verantwortung für die Entführung übernommen. Von den Grenzschützern fehlt jede Spur.

In der südostiranischen Provinz kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Zuletzt waren bei Gefechten zwischen iranischen Streitkräften und Kämpfern der Jeish-El-Adl in Mirjaveh im April 2017 zehn Grenzschützer getötet worden.

Die Provinz Sistan-Belutschestan liegt an der Grenze zu Pakistan und Afghanistan. Dort kämpfen extremistische sunnitische Gruppen gegen das schiitische Regime des Iran. Jeish El-Adl bezeichnet sich als pro-sunnitische Gruppe, die für die Rechte der im Iran lebenden Belutschen kämpfe. Der Iran stuft die Gruppe als terroristisch ein und wirft Pakistan vor, ihr Schutz zu gewähren.

(fh)