transparent
Iran Journal Logo
Ein Projekt von Transparency for Iran Logo

Amazon sperrt Accounts mehrerer Iraner

Amazon hat die Accounts mehrerer iranischer Kunden gesperrt. Das meldete die persischsprachige Webseite der BBC Persian am Sonntag. Dabei soll es sich um Kundenkonten von Mitarbeitern mehrerer iranischer Botschaften handeln. Diese hätten zwischen 2013 und 2016 Bestellungen im Wert von rund 110.000 Dollar aufgegeben. Davon sollen Waren für 20.000 Dollar direkt für die Botschaften in Japan, Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich und China bestellt worden sein. Die Mitarbeiter hätten Bücher, Musik-CDs, Kleidung, Bürobedarf, Elektrogeräte und Autoersatzteile eingekauft. Laut Amazon könnte darin ein Verstoß gegen US-Embargos gegen den Iran bestehen.

Iranische Hardliner sehen diese Maßnahme als Beleg für eine Kampagne der USA, den Iran nach dem Atomabkommen unter Druck zu setzen. Das berichtet der der Revolutionsgarde nahestehende Fernsehsender Press-TV. Am 20. April hatte das oberste US-Gericht in Washington ein Urteil gegen den Iran verhängt, demzufolge aus eingefrorenen Guthaben des Iran in Höhe von zwei Milliarden Dollar Entschädigungen an Opfer und Hinterbliebene eines Terroranschlags 1983 im Libanon gezahlt werden könnten. Auch das Urteil wird als Teil der US-Kampagne gesehen.

(fh)