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Mehrfach-Vergewaltiger öffentlich hingerichtet

Ein wegen mehrfacher Vergewaltigung verurteilter Mann ist in der südiranischen Stadt Schiras öffentlich hingerichtet worden. Das berichten Nachrichtenagenturen am Sonntag. Der 22-Jährige soll innerhalb von zwei Jahren meist mitten in der Nacht in mehr als 100 Wohnungen eingedrungen sein und Dutzende von Frauen vergewaltigt haben.

Amin D. wurde als „Vaseline-Mann“ bekannt, weil er seine Opfer mit Vaseline eincremte, um die Spuren der Vergewaltigungen zu verwischen. Dennoch gelang es der Polizei im vergangenen Sommer mit Hilfe von Überwachungskameras, ihn zu verhaften. Das Gericht verurteilte ihn umgehend zum Tode. Nach der Bestätigung des Urteils durch das oberste Gericht wurde er am Sonntag auf einem Platz in Schiras gehängt.

Im Iran wird die Todesstrafe laut offiziellen Angaben wegen Mordes, Vergewaltigung, bewaffneten Raubes und Handels mit mehr als fünf Kilogramm Rauschgift verhängt. Aber seit der islamischen Revolution vor 37 Jahren wurden auch zahlreiche Politische und MenschenrechtsaktivitInnen hingerichtet. Am 10. März wurde der jüngste Bericht des Sonderbeauftragten für Menschenrechte im Iran bei den Vereinten Nationen, Ahmed Shaheed veröffentlicht. Demnach wurden 2015 im Iran mindestens 966 Menschen hingerichtet. Das sind etwa doppelt so viele wie im Jahr 2010 und rund zehnmal so viele wie 2005. Der größte Teil der Hinrichtungen erfolgte wegen Drogenbesitzes oder -handels. Besonders besorgniserregend sei die Zahl von 16 Hinrichtungen unter 18-Jähriger.

(fh)