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Neue Verordnung soll Devisenkurs regulieren

Laut einer neuen Verordnung der iranischen Zentralbank ist es im Iran künftig verboten, Devisen im Wert von mehr als 10.000 Euro privat aufzubewahren. Wer dagegen verstoße, mache sich strafbar, heißt es von dem staatlichen Geldinstitut. Mit der Maßnahme will die iranische Zentralbank die IranerInnen dazu bringen, ihre Ersparnisse in ausländischen Währungen zur Bank zu bringen.

Am Montag hatte die iranische Regierung einen festen Wechselkurs in Höhe von 4.200 Tuman für einen US-Dollar eingeführt, um den weiteren Sturz der Landeswährung zu stoppen. Außerdem erklärte die Regierung jede Wechselwährung außerhalb des iranischen Bankensystems sowie der offiziell zugelassenen Wechselstuben als „illegal“. Beobachter glauben, dass dadurch der Schwarzmarkt noch größer wird.

Im Iran gibt es zwei Wechselkurse, dabei liegt der offizielle Wechselkurs der staatlichen iranischen Zentralbank meist unter dem auf dem freien Markt. Am Montag war ein US-Dollar mit fast 6.000 Tuman gehandelt worden.

Die Währungskrise hat sich zugespitzt, da die Nachfrage nach Devisen in den vergangenen Wochen immer größer wurde. Beobachter halten die Zunahme der politischen Spannungen zwischen Washington und Teheran für die Ursache. US-Präsident Donald Trump hatte das Atomabkommen mit dem Iran mehrmals als „einen der schlechtesten Deals, den die USA je eingegangen sind“, bezeichnet und mit einem Ausstieg gedroht. Der Iran warnte, bei einem Ausscheiden der Amerikaner auch seine Verpflichtungen nicht mehr einzuhalten.

(fh)