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Mumien-Fund sorgt für Diskussion

Bei einer am Sonntag bei Bauarbeiten südlich von Teheran gefundenen mumifizierten Leiche handelt es sich höchstwahrscheinlich um den vor 74 Jahren verstorbenen iranischen König Reza Schah Pahlavi. Das teilte sein im Exil lebender Enkel Reza Pahlavi am Dienstag mit. Zudem bestätigte er, dass die Leiche seines Großvaters im Iran begraben wurde und nicht, wie einige Verantwortliche behaupten, ins Ausland verbracht worden war. Außerdem fordert er die Regierung auf, den Fall zu klären und die Leiche von Reza Schah Pahlavi angemessen zu beerdigen.

Am Sonntag war während Bauarbeiten am Schah-Abdol-Azim-Schrein fünfzehn Kilometer südlich von Teheran eine mumifizierte Leiche gefunden worden. Eine offizielle Erklärung zu dem Fund gibt es bisher nicht.

Reza Schah Pahlavi dankte während des zweiten Weltkriegs ab und ging ins Exil, wo er schließlich 1944 in Südafrika starb. Seine Leiche wurde damals nach Ägypten gebracht und aufbewahrt, bis sie von seinem Sohn und Nachfolger Mohammad Reza Pahlavi nach Teheran gebracht wurde. 1948 wurde der Gründer der letzten iranischen Pahlavi-Dynastie am schiitischen Mausoleum bei Teheran begraben. Vor 38 Jahren kurz nach der islamischen Revolution und mit dem Sturz des letzten Schah wurde der Grabstein seines Vaters zerstört. Einige Medien berichteten damals, der Schah habe die Leiche seines Vaters ins Ausland gebracht. Diese Meldung wurde von der  Familie des Schahs mehrmals dementiert.

Der Fund der Mumie sorgte auch in den sozialen Netzwerken für große Diskussion. Viele iranische UserInnen schrieben, während Reza Schah Pahlavis Vorbild, Kemal Atatürk, in der Türkei auf Geldscheine gedruckt werde, finde seine Leiche im Iran nicht mal einen Ehrenplatz.

(fh)