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Mutter appelliert an UN

Der Gesundheitszustand der inhaftierten Menschenrechtsaktivistin Atena Daemi sei kritisch. Das schrieb Daemis Mutter Masoumeh Nemati in einem offenen Brief an die Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für Menschenrechte im Iran, Asma Jahangiri, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Daemi befindet sich seit dem 8. April im Hungerstreik. Laut ihrer Mutter leidet sie an Herzrhythmusstörungen sowie einer Nierenentzündung. In ihrem Brief bittet Nemati die UN-Sonderbeauftragte, alles zu unternehmen, um ein böses Ende für ihre Tochter zu verhindern.

Daemi wurde im Oktober 2013 von den Revolutionsgarden verhaftet, als sie an einer friedlichen Solidaritätsversammlung für KämpferInnen gegen die Terror-Miliz des IS in der syrischen Stadt Kobane teilnahm. Sie wurde im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert und verbrachte drei Monate in Einzelhaft. Die Vorwürfe gegen sie lauten: „Beleidigung des religiösen Führers“ sowie „Aktivitäten und Teilnahme an Kundgebungen gegen die nationale Sicherheit“. Eine erste Verurteilung zu einer 14-jährigen Haftstrafe wurde in zweiter Instanz auf sieben Jahren reduziert. Daemi wurde nach 15 Monaten zunächst gegen Kaution freigelassen, im Herbst 2015 aber wieder festgenommen.

(fh)