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Mehrere Kältetote in Erdbebengebiet

Durch Frost und schwere Erkältungen sollen in dem Erdbebengebiet in der westiranischen Provinz Kermanschah mehrere Menschen gestorben sein. Das sagte der Abgeordnete Shahab Naderi am Mittwoch, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Der Parlamentarier forderte die Regierung auf, die Menschen durch finanzielle Mittel oder Containerunterkünfte vor dem Erfrieren zu schützen.

Bereits vor zwei Wochen hatte Naderi gesagt, seit dem Erdbeben im vergangenen November seien in der Region vier Menschen durch Kälte ums Leben gekommen, weitere 20 hätten wegen der schweren Lebensumstände Selbstmord begangen. Dies wurde jedoch bisher nicht offiziell bestätigt.

Bei dem Erdbeben der Stärke 7,3 waren im November 2017 laut aktuellen Angaben insgesamt 600 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 12.000 wurden verletzt. Nach dem Erdbeben kam es zu heftiger Kritik an der staatlichen Organisation für Krisenmanagement. Mangelnde Professionalität, unqualifiziertes Personal und bürokratische Hürden hätten die Hilfe für die Betroffenen erschwert.

Tausende Menschen, die durch das Beben obdachlos wurden, müssen bis heute in Zelten ausharren. Mit dem Wintereinbruch in der Region haben viele von ihnen Elektroheizkörper in den Zelten aufgestellt. Experten zufolge belastet der hohe Stromverbrauch die schwachen Stromleitungen, sie warnen vor großer Brandgefahr.

(fh)