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Vize-Parlamentschef kritisiert Raketentests

Die fortgesetzten iranischen Raketentests hätten die Umsetzung des Atomabkommens verhindert. Das sagte der Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des iranischen Parlaments, Ali Motahari, am Dienstag. Die Befürworter der Tests seien deshalb für die aktuelle Krise verantwortlich.

Damit bezieht sich Motahari auf die seit Monaten anhaltende Devisenkrise im Iran und die dem Land bevorstehenden neuen Sanktionen im Finanz- und Energiesektor, die die USA ab dem 6. August verhängen wollen.

Mit dem im Juli 2015 abgeschlossenen Atomabkommen hatte sich der Iran unter anderem verpflichtet, keine ballistischen Raketen zu starten, die Atomwaffen tragen könnten. Dennoch hatte die iranische Revolutionsgarde seitdem mit  Unterstützung des obersten Staatschefs mehrmals Mittelstreckenraketen abgefeuert, die mehrere Sprengköpfe tragen und so mehrere Ziele gleichzeitig angreifen können.

Mit seiner Kritik stellt sich Motahari gegen die Hardliner im Iran, an erster Stelle Staatschef Ali Khamenei, der die GegnerInnen von Atomtests häufig angegriffen hat. „Wer behauptet, die Zukunft liege in Verhandlungen und nicht in Raketen, ist entweder ahnungslos oder ein Verräter“, hatte Khamenei etwa gesagt.

(fh)