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Khamenei gegen Kandidatur von Ahmadinedschad

Irans Staatsoberhaupt Ayatollah Seyyed Ali Khamenei hat sich gegen eine erneute Präsidentschaftskandidatur des iranischen Ex-Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad ausgesprochen. Eine solche würde das Land politisch spalten. Dies wäre weder für Ahmadinedschad noch für die Interessen des Landes gut, heißt es auf der offiziellen Webseite des religiösen Führers.

Die nächsten Präsidentschaftswahlen im Iran finden am 19. Mai 2017 statt. Ahmadinedschad hat bereits vor Monaten angefangen, mehrere iranische Provinzen zu bereisen und laut Meinung einiger Politiker so Wahlpropaganda für sich zu betreiben. Dabei hat der ehemalige Präsident (2005-2013) seit Anfang des Jahres schon mehrmals seine politische Rückkehr angedeutet und laut dem ultrakonservativen Lager auch durchaus gute Chancen gehabt, wieder an die Macht zu kommen.

In Iran darf ein Präsident nur zwei Amtsperioden lang regieren. Es ist nicht das erste Mal, dass Ayatollah Khamenei – der laut Verfassung in allen strategisch-politischen Entscheidungen das letzte Wort hat – sich gegen eine Kandidatur positioniert. Doch bisher hat er seine Meinung nie so deutlich zum Ausdruck gebracht.

(fh)