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Oppositionsführer Karrubi im Krankenhaus

Der unter Hausarrest stehende iranische Oppositionsführer Mehdi Karrubi ist am Montag mit Herzbeschwerden in ein Teheraner Krankenhaus eingeliefert worden. Das teilte sein im Exil lebender Sohn Mohammad Taghi Karrubi gestern mit. Sein Vater sei nach einer Untersuchung durch einen vom Informationsministerium beauftragten Arzt ins Krankenhaus eingewiesen worden, da seine Herzprobleme sich während der „schweren Bedingungen“ des Hausarrests verstärkt hätten, sagte Taghi Karrubi persischsprachigen Nachrichtenportalen. Sechs Mal sei sein Vater zudem während der Arrestierung operiert worden, unter anderem am Herzen, an den Augen, der Bandscheibe und den Knien.

Die Anführer der oppositionellen Grünen Bewegung Mir Hossein Moussavi und Mehdi Karrubi sowie Moussavis Ehefrau ZehraZehra Rahnavard werden seit Februar 2011 ohne rechtmäßige Verurteilung vom iranischen Geheimdienst im Hausarrest festgehalten. Sie hatten nach den Präsidentschaftswahlen 2009 dem damaligen Amtsinhaber und erneuten Wahlsieger Mahmud Ahmadinedschad Wahlmanipulation vorgeworfen. Im Hausarrest wurde ihnen die medizinische Behandlung durch ihre eigenen Ärzte mehrfach verweigert.

Am 14. Februar forderten anlässlich des 6. Jahrestags der Arrestierung Tausende Twitter-NutzerInnen weltweit unter den Hashtags BreakHasr# und EndHausArrest# die Aufhebung des Hausarrests der OppositionspolitikerInnen.

(fh)