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Kampagne für gefahrloses Feuerfest

Tausende IranerInnen haben anlässlich des traditionellen iranischen Feuerfestes an der auf sozialen Netzwerken durchgeführten Kampagne „Nein zum gefährlichen Feuerfest“ teilgenommen. Viele UserInnen schrieben, das „schöne und fröhliche Fest“ dürfe nicht durch gefährliche Böller in eine „Trauerfeier“ verwandelt werden. Experten kritisieren seit einigen Jahren die Verwendung meist aus China importierter Feuerwerkskörper, die nicht offiziellen Standards entsprächen.

Das Jahrtausende alte Feuerfest Chaharshanbeh Souri wird jedes Jahr in der Nacht auf den letzten Mittwoch des iranischen Kalenderjahres gefeiert, in diesem Jahr der 14. März. Das folgende Neujahrsfest Nourouz findet in diesem Jahr am 20. März statt. Zu den Ritualen des Feuerfestes gehört, dass Menschen in ihren Wohnvierteln Feuer entzünden und darüber springen. Gesänge sollen das Feuer beschwören, alle Krankheiten zu verbrennen und im neuen Jahr Gesundheit zu bringen. Auch das Abbrennen von Böllern gehört zum Fest.

Laut dem Teheraner Polizeichef gab es dabei in diesem Jahr 90 Verletzte und drei Toten. Bei den Verletzten handele es sich vor allem um Jugendliche, die schwere Verbrennungen erlitten hätten. Im vergangenen Jahr hatte es 7 Tote und 300 Verletzte gegeben.

Ultrakonservative islamische Kleriker bezeichnen das Feuerfest als „Ritual des Aberglaubens“. Seit der iranischen Revolution vor 37 Jahren versucht das islamische Regime, die Zeremonie aus vorislamischen Zeiten abzuschaffen. Dennoch wird das Fest jedes Jahr landesweit von Tausenden Menschen gefeiert.

(fh)