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Journalist nach Freilassung erneut verhaftet

Der iranische Journalist Ehsan Mazandarani ist am Sonntag im Parkhaus seiner Wohnung in Teheran verhaftet worden. Das teilte sein Schwager Sam Hosseini gestern mit, berichteten persischsprachige Nachrichtenportale. Mazandarani war erst am 11. Februar nach zwei Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen worden. Bei seiner Festnahme durch Beamte der Revolutionsgarde sollen diese behauptet haben, seine Haftstrafe sei nicht beendet gewesen. Mazandaranis Schwager dagegen hält die Verhaftung für ein Anzeichen der „erfahrungsgemäß zunehmenden Repressalien gegen JournalistInnen“ kurz vor den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Mai. In Februar 2013 waren vor den damaligen  Präsidentschaftswahlen im Juni 18 JournalistInnen festgenommen worden. Mazandarani soll laut Hosseini aus Protest gegen seine erneute Verhaftung gleich nach der Festnahme in den Hungerstreik getreten sein.

Der Redaktionsleiter der Reformzeitung Farhikhtegan war 2015 verhaftet worden und wegen „medialer Aktivitäten im Dienste von Feinden“ und „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ zunächst zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Später wurde die Strafe auf zwei Jahren reduziert.

Am 9. März war bereits die Journalistin Hengameh Shahidi in Mashahd festgenommen und anschließend ins Teheraner Evin-Gefängnis gebracht worden. Sie hatte kurz zuvor in sozialen Netzwerken mitgeteilt, dass sie von „der Regierung nahestehenden Personen“ vor einer möglichen Verhaftung gewarnt worden sei. Sie hatte angekündigt, in den Hungerstreik treten zu wollen, falls es zu einer solchen Verhaftung kommen sollte.

(fh)