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Inhaftierter Gewerkschafter schwer krank

Der inhaftierte Gewerkschaftler Reza Shahabi soll nach einem Schlaganfall nicht ins Krankenhaus gebracht worden sein. Das meldete die Teheraner Busfahrergesellschaft auf ihrer Seite des Telegram-Messengerdienstes am Donnerstag. Demnach soll Shahabis Familie bei einem Besuch des Gefangenen  am Mittwoch eine Lähmung von dessen einer Gesichtshälfte bemerkt haben. Shahabi habe daraufhin berichtet, der Gefängnisarzt habe bei ihm einen leichten Hirnschlag diagnostiziert. Der Inhaftierte leidet seit Wochen unter Kopfschmerzen und Bluthochdruck.

Shahabi, Mitglied der Teheraner Busfahrergewerkschaft, wurde im Juni 2010 verhaftet. Das Teheraner Revolutionsgericht verurteilte ihn damals zu sechs Jahren Haft und einem fünfjährigen Betätigungsverbot als Arbeiteraktivist. Dem Gewerkschafter wurden „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ vorgeworfen. Im September 2014 wurde Shahabi medizinisch begründeter Urlaub gewährt

Auch während seiner medizinischen Behandlung wurde er permanent von den Sicherheitsbehörden schikaniert. Am 8. August stellte sich Shahabi deshalb der Gefängnisverwaltung von Rajai-Shahr, obwohl ein medizinisches Gutachten die Notwendigkeit der Fortsetzung seiner medizinischen Behandlung feststellte.

Der Staatsanwalt teilte ihm mit, dass er noch 17 weitere Monate im Gefängnis verbringen müsse. Daraufhin trat Shahabi aus Protest für knapp zwei Monate in den Hungerstreik.

(fh)