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Hohe Haftstrafe für Journalistin

Das Revolutionsgericht in Teheran hat die Journalistin Hengameh Shahidi zu 12 Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Das teilte Shahidis Rechtsanwalt Mostafa Hamedani Tork am Sonntag mit. Zu den genauen Anschuldigungen gegen seine Mandantin dürfe er sich nicht äußern, da das Verfahren der „Sicherheitskategorie“ zugeordnet worden sei. Er habe bereits Einspruch gegen das Urteil eingelegt, so der Anwalt.

Shahidi schreibt seit vielen Jahren für Reformer-Zeitungen und war bei den Präsidentschaftswahlen 2009 Beraterin für Frauenrechte des Oppositionsführers der Grünen Bewegung, Mehdi Karroubi.

Shahidi ist bereits mehrmals verhaftet worden. Dabei wurde ihr immer wieder „Zusammenarbeit mit ausländischen Medien“ vorgeworfen. Die iranische Justiz beschuldigt persischsprachige Sender im Ausland der „Einmischung in innere Angelegenheiten“ und bezeichnet eine Zusammenarbeit mit ihnen als „Spionage“ und „sanften Krieg“ gegen den Iran. Shahidi bestritt die Vorwürfe stets.

Zuletzt war sie Ende Juni auf der iranischen Insel Kish am Persischen Golf festgenommen worden, wo sie sich laut Justiz versteckt haben soll. Einen Monat zuvor hatte Shahidi per Twitter ihre jüngste gerichtliche Vorladung wegen „Beleidigung“ veröffentlicht.

(fh)