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Iran größtes Gefängnis für Journalistinnen

Laut dem am Montag veröffentlichten Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) ist der Iran mit derzeit 10 inhaftierten Journalistinnen das größte Gefängnis für weibliche Berichterstatterinnen. Reza Moini, Iran-Referent beim internationalen Sekretariat der ROG, sagte, dass die Organisation die UN- Sonderbeauftragte für Menschenrechte im Iran aufgefordert habe, sich umgehend für die Freilassung der Journalistinnen einzusetzen.

ROG geht in dem Bericht auch auf den Fall der Film- und Theaterkritikerin Noushin Jafari ein. Der Journalistin, die im August verhaftet wurde, wird vorgeworfen, über einen unbekannten Twitter-Account „islamische Werte“ beleidigt zu haben. Die Familie der Inhaftierten habe ROG mitgeteilt, dass ihre Tochter unter massivem Druck der Revolutionsgarde im Gefängnis zu einem Geständnis gezwungen worden sei.

Zudem berichtet ROG, dass Sepideh Moradi, Avisha Jalalodin und Shima Entesari, die jeweils zu fünf Jahren Haft verurteilt wurden, im Frauengefängnis Gharchak 35 Kilometer südöstlich der iranischen Hauptstadt Teheran unter drastischen Umständen ausharren müssen. Alle drei hatten für das Nachrichtenportal Majzouban Nour geschrieben, das den Derwischen des Gonabadi-Ordens gehört. Die Angehörigen der Sufi-Gemeinde werden im Iran verfolgt, Dutzende von ihnen sitzen in Haft.

Laut dem ROG-Bericht steht der Iran in Sachen Pressefreiheit auf Platz 170 von 180 Ländern.

(fh)