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Fotomodels verhaftet

Acht Frauen, von denen „freizügige“ Fotos als Models auf Instagram veröffentlicht wurden, seien verhaftet worden. Das berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag. Die Frauen wurden im Rahmen einer zweijährigen Operation der Cyber-Polizei mit dem Namen „Webspinne 2“ beobachtet. Ihnen werden „Unmoral und Beleidigung der islamischen Werte“ vorgeworfen. Insgesamt hat die iranische Cyber-Polizei den Berichten zufolge in dieser Zeit 170 Personen identifiziert, die als Models, Fotografen, Atelierbesitzer und Producer in der virtuellen Welt aktiv waren. Gegen 29 von ihnen hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet.

Im Iran dürfen Frauen nur sehr eingeschränkt als Models arbeiten und ausschließlich Kleidung präsentieren, die den islamischen Normen entspricht. Frauen, die auch nur in der virtuellen Welt anderen modischen Trends nachgehen, riskieren ihre Sicherheit. Denn im Iran werden Aktivitäten im Internet streng vom Staat überwacht.

Die Cyber-Polizei wurde 2011 als Abteilung der iranischen Polizei mit der Aufgabe gegründet, das Internet und seine Nutzung im Iran zu kontrollieren. Seitdem lässt die Spezialpolizei täglich Hunderte Internetseiten sperren. Außerdem sitzen landesweit derzeit mehr als ein Dutzend BloggerInnen wegen kritischer Beiträge in Haft.

(fh)