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Inhaftierter stirbt in Untersuchungshaft

Laut Angaben des persischsprachigen Nachrichtenportals Human Rights Activists News Agency (HRANA) vom Donnerstag ist der Inhaftierte Nader Dastanpour infolge von Schlägen in der Untersuchungshaft und einer  Kopfverletzung gestorben. Laut sicheren Quellen, die nicht genannt werden wollten, sei der junge Mann am 23. Juni in der Wohnung seiner Eltern in Teheran zusammen mit seinem Bruder festgenommen worden, berichtet HRANA. Dabei sollen die Sicherheitsbeamten bei der Festnahme Gewalt angewendet und Tränengas benutzt haben. Einen Tag später sei Dastanpour in der Untersuchungshaft gestorben. Obwohl er schwer am Kopf verletzt worden war, hätten die Verantwortlichen ihn nicht ins Krankenhaus eingeliefert, so HRANA. Die Gründe für seine Festnahme sind bislang unklar, ein Haftbefehl soll nicht vorgelegt worden sein. Der Vater des jungen Iraners will nun gegen die Verantwortlichen klagen.

In den vergangenen zwei Monate sind zwei weitere Männer, der Afghane Ehsanullah Ehsani in der Stadt Yazd und der Iraner Nader Sharifi in der Stadt Abadan, infolge von Folter gestorben.

International bekannt wurde der Fall von Sattar Behehsti. Der Arbeiteraktivist und Blogger war am 30. Oktober 2012 in seiner Wohnung in der iranischen Kleinstadt Robat Karim südlich von Teheran von der iranischen Cyber-Polizei festgenommen worden. Ihm wurden „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit in sozialen Netzwerken und auf Facebook“ vorgeworfen. Fünf Tage später wurde Beheshtis Familie von den Behörden aufgefordert, die Leiche des 35-Jährigen im Teheraner Evin-Gefängnis abzuholen. Zwar wurde später ein Gerichtsverfahren eingeleitet, aber nur auf „scheinbar versuchten Mord“, was die Familie als inakzeptabel bezeichnete. Sie boykottierte deshalb den Prozess. Behehsti sei an den Folgen schwerer Schläge gestorben, die zu inneren Blutungen geführt hätten, sagte damals die Rechtsanwältin Gitti Pourfazel.

(fh)