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Ende des Nouruzfestes

Millionen IranerInnen haben auch in diesem Jahr trotz wechselhaften Wetters in weiten Teilen des Iran den 2. April in der Natur verbracht. Viele mussten den Tag allerdings im Stau verbringen, da mit dem 13. und letzten Tag des iranischen Neujahrsfestes Nouruz, dem Sizdah Bedar, die Schulferien zum Nouruzfest zu Ende gehen und viele Familien von ihren Reisen zurückkehrten.

Nach dem Volksglauben gilt die Zahl 13 als mit Unglück und Unheil verbunden. Mit dem Ausflug ins Grüne beabsichtigen die Menschen deshalb auch, das Böse aus ihren Häusern zu vertreiben. Dabei werden Linsen-oder Weizensprossen, die man vor dem Neujahrsfest angepflanzt hat, in einen Fluss geworfen. Damit wird der Natur etwas zurückgegeben und so der Kreislauf des Lebens symbolisiert.

Außerdem machen junge Menschen Knoten in Grashalme, die ihre Wünsche symbolisieren, und verbinden damit die Hoffnung, dass diese bis zum nächsten Sizdah Bedar-Fest in Erfüllung gehen.

Seit der Revolution vor 38 Jahren versuchen die iranischen Ultrakonservativen, vorislamische Feste abzuschaffen. Vor einigen Jahren änderte der Staat daher die Bezeichnung des traditionellen Festes und nannte Sizdah Bedar in „Tag der Natur“ um. Dennoch gehören das Nouruzfest und Sizdah Bedar weiterhin zu den größten Festen im Iran.

(fh)