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Drei Minister zurückgetreten

Das iranische Präsidialamt bestätigte am Mittwoch den Rücktritt von drei Ministern: Bildungsminister Ali Asghar Fani, Kulturminister Ali Janati und Sport-und Jugendminister Mahmoud Goudarzi gaben ihre Posten auf, so die Nachrichtenagentur ISNA. Gleichzeitig ernannte das Präsidialamt die bisherigen Stellvertreter für die nächsten drei Monate als Leiter der Ministerien. Laut ISNA wollen die drei Minister mit ihren Rücktritt dem Kabinett den Weg zu „Neugestaltung und Verstärkung“ öffnen.

Die Nachrichtenagentur IRNA veröffentlichte Auszüge aus der Rücktrittserklärung von Kulturminister Janati, in der dieser schreibt, „Gegner“ hätten „von Anfang an“ versucht, sein Amt „durch Verbreiten von Gerüchten und Vorwürfen zu ruinieren“.

Der Druck auf Janati war seit Monaten gestiegen. Hintergrund ist der Streit zwischen Ultrakonservativen und Regierung über Konzertveranstaltungen. Ayatollahs in der Provinz Khorasan und der Pilgerstadt Ghom hatten sich für ein generelles Verbot von Konzerten ausgesprochen. Solche Veranstaltungen widersprächen der „islamischen Kultur der Bevölkerung“. Anfang Oktober musste der Leiter des Büros des Kulturministeriums in der Stadt Ghom, Abbas Daneshi, selbst ein Geistlicher, zurücktreten. Ihm war vorgeworfen worden, „unmoralische Konzerte“ genehmigt zu haben.

(fh)