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Devisenkurs auf Rekordhöhe

Am ersten offiziellen Arbeitstag nach dem iranischen Neujahrsfest Nouruz am 20. März hat die iranische Währung drastisch an Wert verloren. Auf dem freien iranischen Devisenmarkt wurde am Montag ein Euro mit 6.170 Tuman, ein US-Dollar mit 5.050 Tuman und ein britisches Pfund mit 7.000 Tuman gehandelt. Damit ist der Wert des Dollars im Vergleich zum April 2017 um 35 Prozent gestiegen.

Im Iran gibt es zwei Wechselkurse, den staatlichen und den auf dem freiem Markt. Der offizielle Wechselkurs der staatlichen iranischen Zentralbank lag gestern bei 4.800 Tuman pro US-Dollar.

Devisen sind für viele IranerInnen eine sichere Anlage. Laut offiziellen Angaben werden gegenwärtig bis zu 20 Milliarden US-Dollar als Spargeld, und zwar nicht auf Bankkonten, sondern privat aufbewahrt.

Die Währungskrise hat sich zugespitzt, da die Nachfrage nach Devisen in den vergangenen Wochen immer größer wurde. Beobachter halten die Zunahme der politischen Spannungen zwischen Washington und Teheran für die Ursache. US-Präsident Donald Trump hatte das Atomabkommen mit dem Iran mehrmals als „einen der schlechtesten und einseitigsten Deals, den die USA je eingegangen sind“ bezeichnet und mit einem Ausstieg gedroht. Der Iran warnte, bei einem Ausscheiden der Amerikaner auch seine Verpflichtungen nicht mehr einzuhalten.

Mit dem Atomabkommen hatten viele IranerInnen eine Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen zum Westen erhofft.

(fh)