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Menschenrechtsorganisation fordert Freilassung von drei Christen

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea haben in einem offenen Brief an den iranischen Präsidenten Hassan Rouhani die Freilassung der drei Christen aus der Republik Aserbaidschan gefordert. Es ist nicht bekannt, was den Inhaftierten vorgeworfen wird.

Die Islamische Republik Iran hat den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der auch Religionsfreiheit garantiert, so die Verfasser des offenen Briefes. Zudem wurden die verhafteten Pastoren von IGFM und idea zu „Gefangenen des Monats August“ benannt.

Die drei Mitglieder der evangelikalen Gemeinde „Wort des Lebens“ in der Hauptstadt Baku, Eldar Gurbanov, Yusif Farhadov und Bahram Nasibov, sollen am 24. Juni in Teheran verhaftet worden sein. Sie hatten an einer Verlobungsfeier teilgenommen. Sicherheitskräfte sollen dort insgesamt zehn Personen festgenommen haben. Die meisten seien jedoch wieder freigelassen worden. Die drei Christen befinden sich weiter an einem unbekannten Ort. Bislang durfte sie kein Vertreter der aserbaidschanischen Botschaft besuchen.

2010 wurden etwa 66.700 protestantische Christen im Iran gezählt. Neuere Zahlen gibt es nicht. Unter ihnen befinden sich auch die vom Islam zum Christentum konvertierte IranerInnen. Sie stehen unter starkem staatlichen Druck. Das iranische Strafrecht sieht für Apostasie, also Abfall vom Islam, harte Strafen bis hin zur Todesstrafe vor. Trotzdem soll in den vergangenen Jahren die Zahl der vom Islam zum Christentum konvertierten IranerInnen stark gestiegen sein. (fh)

Quellen:

ir.voanews.com

radiofarda.com