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Mehrere Anti-Kopftuch-Aktivistinnen verhaftet

In der iranischen Hauptstadt Teheran sind in den vergangenen Wochen mindestens vier Frauen verhaftet worden, die für die Abschaffung der gesetzlichen Bekleidungsvorschriften geworben hatten. Eine davon ist Fereshteh Didani, die Frauen in der Teheraner U-Bahn ermutigt hatte, ihre Kopftücher abzunehmen.

Bereits im Mai wurde Mojgan Keshawarz festgenommen, die zusammen mit ihrer Mutter Monireh Arabshahi und der Aktivistin Yasamin Ariai an der Kampagne „Weißer Mittwoch“ mitgewirkt hat. Dabei werden die Iranerinnen aufgefordert, als Protest gegen den staatlichen Kopftuchzwang jeden Mittwoch weiße Hedschabs und weiße Kleidung zu tragen. Die drei hatten ebenfalls in der Teheraner Metro Blumen an streng islamisch bekleidete Frauen verteilt und diese gebeten, Frauen, die kein Kopftuch tragen wollen, mit Respekt zu begegnen.

Iranische FrauenrechtlerInnen kämpfen seit Jahren gegen die strengen staatlichen Bekleidungsvorschriften. Laut einer Studie des staatlichen parlamentarischen Forschungszentrums des Iran (IPRC) aus dem Jahr 2018 sind 70 Prozent der Iranerinnen gegen den Kopftuchzwang.

Die ultrakonservative Führung des Iran lehnt eine Lockerung der Vorschriften jedoch ab. Sie behauptet, die Mehrheit der Iranerinnen trage den Hedschab freiwillig.

(fh)