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Inhaftierter Gewerkschafter im Hungerstreik

In einem offenen Brief an Reza Shahabi haben 150 iranische Oppositionelle den inhaftierten Gewerkschafter gebeten, seinen Hungerstreik zu beenden. Das meldete BBC Persian am Montag. Der iranische Gewerkschafter befindet sich seit mehr als zwei Wochen aus Protest gegen seine Verlegung vom Teheraner Evin- in das nahe der Stadt Karaj gelegene Rajaei-Shahr-Gefängnis im Hungerstreik. Shahabis Gesundheitszustand sei aufgrund einer kürzlich durchgeführten Operation kritisch, so die Verfasser des Briefs. Shahabi leidet an schweren Nacken– und Wirbelsäulenerkrankungen. Familienangehörige klagen seit langem über mangelnde ärztliche Versorgung.

Meist erfolgt die Verlegung politischer Gefangener vom Evin- ins Rajaei-Shahr-Gefängnis als Strafmaßnahme. Menschenrechtsorganisationen haben wiederholt die katastrophalen Zustände in dem Gefängnis kritisiert. Dort sind vor allem Drogensüchtige und Kriminelle untergebracht.

Shahabi, Mitglied der Teheraner Busfahrergewerkschaft, wurde im Juni 2010 verhaftet. Das Teheraner Revolutionsgericht verurteilte ihn zu sechs Jahren Haft und einem fünfjährigen Betätigungsverbot als Arbeiteraktivst. Dem Gewerkschafter werden „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ vorgeworfen.

(fh)