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Inhaftierte Oppositionelle im Hungerstreik

Die fünf iranischen Oppositionellen Said Razavi Faghih, Said Madani, Jafar Eghdami, Behzad Arabgol und Kamran Ayazi, die derzeit im Rajaei-Shahr-Gefängnis bei Teheran inhaftiert sind, sind seit Samstag im Hungerstreik. Das meldete das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am Dienstag. Dem Bericht zufolge wurden Razavi Faghih und Madani am Samstag von zwei wegen krimineller Delikte Inhaftierter im Hof des Gefängnisses durch Messerstiche verletzt. „Anschließend wurden wir nicht ausreichend medizinisch versorgt. Zudem wurden die Täter wieder zu uns in die gleiche Zelle gebracht“, berichtet Razavi Faghih in einem offenen Brief. Kalameh veröffentlichte Fotos, auf denen die Messerstiche an Gesicht und Hals der beiden zu sehen sind.

Die politisch Inhaftierten wollen mit ihrem Hungerstreik auf das Versagen der Gefängnisleitung aufmerksam machen. Sie forderten zudem das sofortige Ende aller „seelischen und körperlichen Schikanen“ gegen sie, so Kalameh. So lange würden sie ihren Hungerstreik fortsetzen.

Das Rajaei-Shahr-Gefängnis befindet sich in der Nähe der Stadt Karaj etwa 20 Kilometer westlich der iranischen Hauptstadt. In dem Gefängnis sind vor allem Drogensüchtige und Kriminelle untergebracht. Die Verlegung politischer Gefangener dorthin erfolgt meist als Strafmaßnahme. Menschenrechtsorganisationen kritisierten wiederholt die katastrophalen Zustände in dem Gefängnis.

(fh)