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Inhaftierte Mohammadi ins Krankenhaus verlegt

Die inhaftierte Menschenrechtlerin Narges Mohammadi ist für eine Operation ins Krankenhaus verlegt worden. Das teilte ihr im Exil lebender Ehemann Taghi Rahmani am Montag auf Twitter mit. Seine Frau hätte aufgrund ihres kritischen Gesundheitszustands Fachärzten zufolge bereits vor einem Jahr ins Krankenhaus geschickt werden müssen, kritisierte er.

Die 46-Jährige leidet an einem Blutgerinnsel in der Lunge und einer neurologischen Erkrankung, die zu Krampfanfällen und Lähmungserscheinungen führt. Zudem müsse bei ihr eine Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) vorgenommen werden, erklärte Rahmani. Mohammadis Rechtsanwalt Mahmoud Behzadi-Rad hatte zuletzt in Januar die Verlegung seiner Mandantin in ein Krankenhaus gefordert. „Falls ihr etwas zustoßen sollte, liegt die Verantwortung beim Evin-Gefängnis“, sagte er damals.

Im Januar waren die beiden politischen Gefangenen Narges Mohammadi und Nazanin Zaghari-Ratcliffe für drei Tage in einen Hungerstreik getreten, um dagegen zu protestieren, dass ihnen notwendige Facharztbesuche verboten worden waren.

Die ehemalige stellvertretende Leiterin des mittlerweile verbotenen Zentrums zum Schutz der Menschenrechte im Iran wurde in den vergangenen Jahren mehrmals verhaftet. Im September 2016 hatte das Teheraner Revolutionsgericht in zweiter Instanz die im Mai gegen Narges Mohammadi verhängte 16-jährige Haftstrafe bestätigt.

(fh)