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Inhaftierte Derwische in kritischem Zustand

Seit mehr als sieben Wochen befinden sich 14 Sufis des Gonabadi-Ordens, die in den Gefängnissen von Teheran, Shiraz, Karaj und Boroujerd inhaftiert sind, im Hungerstreik. Berichten zufolge sind einige der Hungerstreikenden mittlerweile in „äußerst kritischer“ körperlicher Verfassung.

Mit dem Hungerstreik wollen die Derwische auf den erhöhten staatlichen Druck auf ihr religiöses Oberhaupt Nour Ali Tabandeh aufmerksam machen. Tabandeh steht seit Februar 2018 unter Hausarrest. Damals hatten die Sufis öffentlich gegen gegen ihre „Verfolgung, Diskriminierung und Verhaftung“ in der Islamischen Republik demonstriert.

Der Teheraner Parlamentarier Mahmoud Sadeghi forderte am Freitag, den 20. Dezember, Justizchef Ibrahim Raisi per Twitter auf, sich unverzüglich für die Belange der hungerstreikenden Sufis einzusetzen.

Faezeh Abedipour, Ehefrau des inhaftierten Sufis Mohammad Sharifi Moghaddam, bestätigte der persischen Redaktion der Deutschen Welle am Samstag, dass die Streikenden sich in einem kritischen Zustand befänden. „Äußerst kritisch“ sei die physische Verfassung von sechs Streikenden, so Abedipour. Manche seien für einige Stunden zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus verlegt worden. Laut Abedipour befinden sie sich aber wieder im Gefängnis und setzen den Hungerstreik fort.

Die islamischen Machthaber im Iran sehen Sufis als „Abtrünnige“ und verdrängen sie mit allen Mitteln aus der Gesellschaft. (fp)

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