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IAEA-Chef besucht Militäranlage Parchin

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, hat bei einem eintägigen Besuch im Iran die umstrittene Militäranlage Parchin bei Teheran besucht. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag. Amano habe im Zuge eines offiziellen Besuchs mehrere Werkstätten in Parchin inspiziert, zu denen es „falsche Informationen“ gegeben hätte, sagte der Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde, Behrouz Kamalvandi.

Die Militäranlage Parchin südöstlich der iranischen Hauptstadt ist seit Jahren Streitpunkt bei den Atomverhandlungen mit dem Iran. Westliche Geheimdienste vermuten, dass dort Experimente zur Entwicklung von Atomsprengköpfen stattfinden. Der Iran behauptet hingegen, Parchin habe nichts mit dem Atomprogramm zu tun, lehnte allerdings bislang eine Inspektion der Anlage durch die Internationale Atomenergiebehörde ab.

Amano traf sich am Sonntag auch mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. Um seinen guten Willen zu beweisen, werde der Iran auch das IAEA-Zusatzprotokoll wieder ausführen, sagte Rouhani bei dem Treffen. Das Zusatzprotokoll ermöglicht IAEA-Inspektoren, auch unangemeldet Anlagen im Iran zu inspizieren. Bis zum 15. Dezember muss die IAEA bescheinigen, dass der Iran seine Auflagen aus dem Mitte Juli erzielten Atomabkommen erfüllt. Erst danach ist der Westen bereit, Wirtschaftssanktionen aufzuheben.

(fh)