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Hunderttausende pilgern nach Kerbela

Ungeachtet der heiklen Sicherheitslage im Land werden zum schiitischen Trauerfeiertag Al-Arba’un am 13. Dezember in der irakischen Stadt Kerbela bis zu 800.000 iranische PilgerInnen erwartet. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag. Bis gestern wurden etwa 400.000 Visa für IranerInnen ausgestellt, berichteten irakische Behörden laut IRNA. Wegen des großen Andrangs können Anwohner des Grenzübergangs bei der westiranischen Stadt Mehran ausnahmsweise sogar ohne gültiges Visum ins Nachbarland reisen. In den vergangenen Tagen hatten hier 18.000 Menschen auf eine Einreiserlaubnis in den Irak gewartet.

Die Gedenkfeier Al-Arba’un begehen SchiitInnen vierzig Tage nach dem Aschurafest zum Märtyrertod des dritten schiitischen Imams Hossein, der in Kerbela begraben ist. Zu dem Feiertag werden in der irakischen Stadt in diesem Jahr etwa 17 Millionen PilgerInnen erwartet, 2 Millionen davon schiitische Muslime aus dem Ausland. In den vergangenen Jahren kam es an dem Tag immer wieder zu Anschlägen extremistischer sunnitischer Gruppen.

Traditionell legen iranische PilgerInnen die 80 Kilometer lange Strecke von der irakischen Stadt Nadschaf bis nach Kerbela zu Fuß zurück. Daher reisen viele bereits vor dem Feiertag ein, um pünktlich zu Al-Arba’un in Kerbela zu sein. Der iranische Rote Halbmond hat bereits zwei Tonnen medizinische Hilfsmittel nach Nadschaf gebracht und wird entlang der Strecke acht Behandlungszelte aufstellen.

(fh)