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Weiter heftige Regenfälle im Iran

Nach heftigen Regenfällen sind nun auch Teile des Südens, des Westens und des zentralen Iran von Überschwemmungen bedroht. Am Mittwoch erreichten die seit Tagen andauernden starken Niederschlägen die Alborz-Provinz etwa 20 Kilometer westlich der iranischen Hauptstadt Teheran. Dort ist es wegen des Karaj-Staudamms besonders gefährlich. Der Staudamm ist mit einer Höhe von 180 Metern der fünftgrößte des Iran.

In den vergangenen Tagen kursierten bereits diverse Meldungen, wonach durch die Regenfälle einige Staudämme zu brechen drohten. Am Dienstag erklärte Präsident Hassan Rouhani, es gebe zwei Prioritäten: die Rettung von Menschen und die Erhaltung von Staudämmen.

Seit vergangenen Mittwoch haben 25 Menschen im Iran durch Hochwasser ihre Leben verloren. Allein aus der Stadt Shiraz im Süden des Landes meldeten die Behörden am Dienstag 19 Tote. Am Dienstag sprach das religiöse Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei den Familien der Opfer sein Beileid aus.

Im seit Jahren dürregeplagten Iran sind großflächige Überschwemmungen selten. Energieminister Reza Ardakanian machte den weltweiten Klimawandel dafür verantwortlich. Laut offiziellen Angaben sind seit Dienstag insgesamt 20 der 31 Provinzen des Landes betroffen. Der Wetterdienst warnte, dass bis Mittwochnachmittag weitere Niederschläge erwartet würden. An zentraliranische Provinzen wie etwa Isfahan und Teheran ergingen Warnungen.

(fh)