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Handelsvolumen mit Deutschland halbiert

Die deutschen Exporte in den Iran sind in den vergangenen sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48,3 Prozent zurückgegangen. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Statistischen Bundesamtes hervor.

Demnach hat die Bundesrepublik von Januar bis Juni 2019 Waren für insgesamt knapp 678 Millionen Euro in den Iran ausgeführt. Im ersten Halbjahr 2018 lag die entsprechende Summe bei mehr als 1,3 Milliarden Euro.

Auch die Importe aus dem Iran sind stark eingebrochen. Deutschland hat in den vergangenen sechs Monaten mit fast 85,5 Millionen Euro knapp 44 Prozent weniger Ware aus dem Iran importiert als in der ersten Jahreshälfte 2018.

Grund der starken Einbrüche sind die US-Sanktionen. Die US-Regierung hatte im Mai 2018 den Atomdeal mit dem Iran aufgekündigt und schrittweise Sanktionen eingeführt.

Die offiziell im Januar 2019 von den EU-Staaten gegründete Instex (Instrument zur Unterstützung von Handelsaktivitäten) zum Tauschhandel mit dem Iran soll trotz der US-Sanktionen die Geschäfte mit der Islamischen Republik ermöglichen, hat jedoch bislang kaum Wirkung gezeigt.

Die Folgen der Sanktionen gehen auch am iranischen Regime nicht spurlos vorbei. Staatspräsident Hassan Rouhani sagte vergangene Woche, die Aufhebung der Sanktionen sei die Voraussetzung für die Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA. (ia)